Malware trifft russisches Großunternehmen
Laut Berichten hat der weltgrößte Ölpipelinebetreiber ernsthafte IT-Security Probleme. Einige der Computersysteme sind von Malware befallen. Diese sorgt dafür, dass unauffällig freie Rechner-Kapazitäten dafür verwendet werden um Kryptowährungen zu schürfen.
Der russische Pipeline-Riese Transneft musste laut Reuters Malware von seinen Systemen entfernen, die heimlich Monero abbaut. Es ist nicht klar, wie viele Computer betroffen waren, aber Reuters zitierte einen leitenden Transneft-Beamten, der auf mehrere „Vorfälle“ Bezug nahm.
Bei einem Treffen der Führungskräfte des Unternehmens nahm man darauf Bezug und ließ verlauten: „Vorfälle, bei denen die Hardware Ressourcen des Unternehmens zur Herstellung von Kryptowährungen verwendet werden, können sich extrem negativ auf die Produktivität unserer Verarbeitungskapazitäten auswirken.“
Transneft sagte, dass sie bemüht sind, ihre Cybersicherheitssysteme zu aktualisieren, sodass erneute Angriffe diese Art bereits im Frühstadium erkannt und verhindert werden.
Das Pipeline-Unternehmen gehört damit zu den bekanntesten Unternehmen, die bisher von der Malware betroffen sind.
In den vergangenen Monaten wurden bereits mehrere Websites Opfer der Malware, darunter die Pay-per-View-Plattform der UFC und ein On-Demand-Videodienst von Showtime.
Laut eines im Oktober veröffentlichten Cybersecurity Reports, ist die CoinHive Monero-Mining-Software die sechstgrößte Malware weltweit.
<<< UPDATE >>>
Gerade bekommen wir das Update, dass auch Filialen bei Starbucks mit CoinHive befallen wurden. Besucher eines Starbucks Cafe in Buenos Aires hatten keine Wahl. Sie mussten einen 10 Sekunden Delay beim connecten mit dem Netzwerk des Cafes hinnehmen. In der Zwischenzeit wurde die Rechenpower der Besucher dafür verwendet um heimlich Cryptocoins zu minen. Die Kunden hatten natürlich nichts von dem im Hintergrund ablaufenden Prozess ihres Rechners.
Hi @Starbucks @StarbucksAr did you know that your in-store wifi provider in Buenos Aires forces a 10 second delay when you first connect to the wifi so it can mine bitcoin using a customer's laptop? Feels a little off-brand.. cc @GMFlickinger pic.twitter.com/VkVVdSfUtT
— Noah Dinkin (@imnoah) December 2, 2017
Der Vorgang wurde am 2. Dezember von Noah Dinkin entdeckt, der die Zentrale von Starbucks fragte, ob diesen das Geschehen bewusst sei.